In einem Fleischgroßhandel in Gäufelden-Nebringen (Kreis Böblingen) ist am Mittwochnachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr befindet sich auch in den Abendstunden mitten in den Löscharbeiten, die Bevölkerung im betroffenen Bereich wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten beziehungsweise das Gebiet zu meiden. Im Einsatz sind mehr als 170 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und Bauhof (Stand: 21 Uhr).

Wie ein Sprecher der Polizei berichtet, kam es gegen 17.45 Uhr zu dem Brand in einer Lagerhalle des Fleischgroßhandels „Meister feines Fleisch – feine Wurst GmbH“ in der Siedlerstraße. Eine Person, die am Mittwoch als eine der ersten versuchte, den Brand zu löschen, sei leicht verletzt worden. Die Feuerwehr Gäufelden eilte zum Brandort, weil der Brand sich ausbreitete, wurde Großalarm für die Feuerwehren im Landkreis Böblingen ausgelöst.

Infolge des Brandes wurde laut Feuerwehr eine Rauchgaswolke freigesetzt, die bereits von Weitem sichtbar ist und in Richtung Ammertal – südöstlich von Gäufelden – zieht. Die Einsatzkräfte bitten die Anwohner, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Verkehrsteilnehmer sollen das betroffene Gebiet weiträumig umfahren. Laut Feuerwehr befinden sich alle betroffenen Personen in Sicherheit. Gefahrstoffmessungen im Bereich der Zugrichtung der Wolke waren bisher unauffällig und werden weiterhin durchgeführt.

Der Bereich um die Einsatzstelle ist weiträumig abgesperrt

Die Einsatzkräfte bekämpfen den Brand mit mehreren Löschwasserrohren und Wasserwerfer. Die Feuerwehr konnte den Brand auf die Lagerhalle begrenzen. Die Halle ist einsturzgefährdet. Wegen der anhaltenden Trockenheit und des Funkenflugs werden mithilfe eines Polizeihubschraubers und einer Drohne die umliegenden Felder auf mögliche Flächenbrände kontrolliert.

Der Bereich um die Einsatzstelle ist weiträumig abgesperrt. Dabei sind folgende Straßen betroffen: Altinger Straße, In den Böden, Siedler Straße sowie die Landesstraße 1184 im Bereich Gäufelden-Nebringen. Bürgermeister Benjamin Schmid aus Gäufelden habe sich ebenfalls ein Bild der Lage gemacht.

Informationen zum Ausmaß der Zerstörung liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vor.