Auch wenn sein Zustand nach Angaben von Maria Weller fürs Erste stabil sein soll, hätten ihr die Ärzte wenig Hoffnung gemacht, dass es je wieder besser wird. „Ich kann ihn nur begleiten“, sagt sie gefasst. Und ist fest entschlossen, das zu tun, solange die medizinische Versorgung es zulässt. „Die Ärzte haben auch gesagt, es tut ihm gut, wenn ich in seiner Nähe bin“, sagt die 69-jährige ehemalige Journalistin.

Eine OP sei laut den behandelnden Ärzten keine Option gewesen und hätte auch nichts besser gemacht. Dennoch seien einige Tests gemacht worden: Maria Weller erhofft sich daraus neue Erkenntnisse, inwieweit die Krankheit genetisch bedingt und auf Kopfschläge beim Boxen zurückzuführen ist. Zuletzt sollen Ärzte von einer Kombination aus beidem ausgegangen sein.

Private Unterstützung bei der Pflege

Auf sich alleine gestellt sei sie mit der Pflege ihres Mannes nicht. „Ich habe zwei gute Freundinnen, die mich entlasten“, sagt Weller. Dann könne sie für ein paar Stunden auf andere Gedanken kommen – aber betont: „Ich möchte ihn nicht weggeben.“

René Weller ist eine schillernde Gestalt im Boxsport. Vor seiner Erkrankung beherrschte er die Selbstinszenierung wie kaum ein zweiter – aber auch sportlich kann sich seine Bilanz sehen lassen: Von 55 Profikämpfen verlor Weller gerade mal drei.