Supercup 2022: Alles Wissenswerte von A bis Z

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Bereits zum 23. Mal wird 2022 der DFL-Supercup ausgetragen. Am 30. Juli um 20.30 Uhr empfängt DFB-Pokalsieger RB Leipzig den Deutschen Meister FC Bayern München. bundesliga.de hat alles Wissenswerte rund um den ersten nationalen Titel der Saison im „A bis Z“ zusammengefasst.

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A wie Auftakt

Der DFL-Supercup ist der erste offizielle Titel der Saison. Ein deutscher Club kann theoretisch drei nationale (Supercup, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal) und drei internationale Titel (Europäischer Supercup, FIFA Klub-Weltmeisterschaft, Europa oder Champions oder Conference League) innerhalb einer Saison gewinnen.

B wie Burgsmüller

Der älteste Spieler, der jemals im Supercup zum Einsatz kam, ist der leider viel zu früh verstorbene Manfred Burgsmüller, der 1988 für Werder Bremen mit 38 Jahren, 6 Monaten und 28 Tagen auflief. Gegen Eintracht Frankfurt erzielte der Angreifer an diesem Tag den 2:0-Endstand und ist somit auch der älteste Torschütze des Wettbewerbs.

C wie Clubs

13 Clubs haben bisher das Spiel um den Supercup erreicht: Der bisher letzte Debütant ist aktuell RB Leipzig. Seit der Wiedereinführung des Supercups 2010 und der Umbenennung von DFB-Supercup in DFL-Supercup spielten insgesamt sechs verschiedene Teams um den Titel – Bayern, Dortmund, Schalke, Wolfsburg, Frankfurt und jetzt Leipzig.

Rekorde, Spiele, Tore – die Historie des Supercups

D wie Drama

Schon fünf Mal wurde die Entscheidung über den Supercup-Sieg erst im Elfmeterschießen herbeigeführt. 1993 gewann der SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen, 1996 Borussia Dortmund gegen den 1. FC Kaiserslautern, 2011 der FC Schalke 04 gegen den BVB, 2015 siegte der VfL Wolfsburg gegen Bayern München und 2017 sicherten sich die Münchner den Titel gegen den BVB.

E wie Evergreen

Insgesamt gab es 15 unterschiedliche Paarungen um den Supercup (inklusive Leipzig-Bayern), aber nur zwei Teams standen sich öfter als ein Mal im Kampf um den ersten Titel der Saison gegenüber: Den Supercup-Klassiker zwischen Bayern München und Borussia Dortmund gab es 2021 schon zum neunten Mal.

F wie Fauxpas

Daniel van Buyten erzielte 2013 das erste Eigentor im Supercup. Er ist bis heute der einzige Feldspieler mit einem Supercup-Eigentor. 2017 unterlief auch Roman Bürki ein solches Missgeschick.

G wie Garantie

In 20 Spielzeiten landete der Supercupsieger in der folgenden Spielzeit immer in der oberen Tabellenhälfte. Die schwächste Platzierung nach einem frühen Triumph gab es 1993/94 für den amtierenden Meister SV Werder Bremen und 2015/16 für den als Pokalsieger für den Supercup qualifizierten VfL Wolfsburg. Beide Teams wurden am Ende der Saison Achter.

H wie Highscore

Den bisher höchsten Sieg im Supercup gab es 2018: Damals gewannen die Bayern unter ihrem neuen Trainer Niko Kovac mit 5:0 bei Eintracht Frankfurt. Robert Lewandowski erzielte die ersten 3 Treffer, danach trafen noch Kingsley Coman und Thiago. Die Premiere des neuen Eintracht-Trainers Adi Hütter war missglückt.

I wie Interesse

Der Supercup erregt auch 2022 wieder weltweites Interesse. Das Spiel in der Red Bull Arena wird in etliche Länder übertragen, so dass Bundesliga-Fans mitfiebern können. In Deutschland ist die Begegnung live bei Sat.1 und Sky zu sehen.

J wie Jubel

Der FC Bayern ist Supercup-Rekordsieger. Mit dem Erfolg 2021 konnten die Münchner bereits neun Mal über den Titelgewinn jubeln – Borussia Dortmund (sechs Siege) folgt dahinter, auf dem 3. Platz liegt Werder Bremen mit drei Erfolgen.

K wie Kapitäne

Den FC Bayern führt beim Duell am 30. Juli Manuel Neuer aufs Spielfeld. Auf Leipziger Seite wird mit Peter Gulasci wohl ebenfalls der Torhüter die Binde tragen.

L wie Lewandowski

Robert Lewandowski und Thomas Müller sind mit jeweils elf Einsätzen beim Supercup die Rekordspieler des Supercups. Mit sieben Treffern ist der polnische Angreifer zudem auch der Supercup-Rekordschütze.

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M wie Meister

In den 22 bisherigen Auflagen des Supercups triumphierte 14 Mal der Deutsche Meister. Nach einer Serie von drei Meister-Triumphen in Folge gewann 2019 Vizemeister Dortmund mit 2:0. Der letzte Pokalsieger, der den Deutschen Meister schlagen konnte, war der VfL Wolfsburg 2015: Die Wölfe bezwangen die Münchner im Elfmeterschießen.

N wie Neulinge

Folgende Spieler kamen 2021 zu ihren ersten Supercup-Einsatz: Auf Seiten der Bayern waren es Leroy Sane, Dayot Upamecano, Josip Stanisic, Bouna Sarr und Eric Maxim Choupo-Moting. Für Dortmund gaben Gregor Kobel, Donyell Malen, Youssoufa Moukoko und Marco Pasalic ihr Debüt in diesem Wettbewerb.

O wie Oldies

1996 schickte Kaiserslauterns Trainer Otto Rehhagel eine Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 30,1 Jahren auf den Platz. Bis heute die älteste Startelf der Supercup-Geschichte. Das Team verlor allerdings knapp mit 4:5 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund.

P wie Pokalsieger

Seit 2010 setzte sich erst zwei Mal der Pokalsieger aus der Vorsaison gegen den amtierenden Deutschen Meister durch. Schalke 04 gewann 2011 den Supercup gegen Borussia Dortmund 4:3 n.E., Wolfsburg holte 2015 gegen Bayern München ebenfalls im Elfmeterschießen den Titel (6:5). 2010, 2016 und 2020 gewann der FC Bayern zwar auch als Pokalsieger den Supercup, allerdings holten die Bayern im selben Jahr auch die Meisterschaft und bezwangen somit den Tabellenzweiten der Bundesliga. Mit den Spielen aus dem DFB-Supercup (1987-96) behielten die Pokalsieger sieben Mal die Oberhand.

Q wie Qualität

Torreich ging es in der Vergangenheit zumeist in den Spielen des Supercups zu. In den bisherigen 22 Supercup-Endspielen fielen 73 Treffer – im Schnitt also 3,3 pro Partie.

R wie Rekordteilnehmer

Rekordteilnehmer im Supercup sind die Bayern, die 2022 bereits zum 16. Mal um die Trophäe kämpfen (zum elften Mal in Folge). Borussia Dortmund spielte zwölf Mal um die Trophäe, auf Platz drei folgt Werder Bremen mit vier Teilnahmen.

S wie Statistik

Statistisch gesehen sind die Bayern der Favorit in diesem Supercup-Duell. Der FCB hat nur eines seiner 14 Pflichtspielduelle gegen RB Leipzig verloren (8 Siege, 5 Remis) – am 18. März 2018 wurde in der Bundesliga mit 1:2 in der Red Bull Arena verloren (Siegtor: Timo Werner).

T wie Trainer

Der Rekordtrainer der Bundesliga (832 Spiele) ist auch Rekordtrainer im Supercup. Insgesamt war Otto Rehhagel fünf Mal als Coach mit dabei. Vier Mal erreichte er das Finale mit dem SV Werder Bremen, einmal mit dem 1. FC Kaiserslautern. Drei Mal sicherte er sich am Ende den Titel. Damit ist er gemeinsam mit Jupp Heynckes der Rekordsieger.

U wie Unfassbar

Fast wäre dem FC Bayern schon 2013 der Gewinn eines Sextetts gelungen. Die Münchner gewannen 2012/13 DFB-Pokal, Deutsche Meisterschaft und die Champions League, holten anschließend den UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. Nur im DFL-Supercup scheiterten sie und mussten sich in Pep Guardiolas erstem Pflichtspiel als Bayern-Coach Borussia Dortmund mit 2:4 geschlagen geben. 2020 machten die Bayern dann die Titelsammlung komplett und holten in einem unfassbar erfolgreichen Jahr alle sechs möglichen Trophäen.

V wie Vergangenheit

Zwischen 1987 und 1996 wurde nur ein Supercupsieger im Anschluss auch Deutscher Meister. Borussia Dortmund verteidigte nach einem 1:0 im Supercup gegen Borussia Mönchenglabach 1995/96 erfolgreich die Meisterschaft. Seit der Wiedereinführung 2010 ist die Quote wesentlich besser: Sechs Mal holte der Supercupsieger im Anschluss auch die Schale. Jedes Mal war es der FC Bayern München, der beide Titel gewinnen konnte.

W wie Wanderpokal

Der Supercup ist 53 Zentimeter hoch und 5,5 Kilogramm schwer. Entworfen und angefertigt wurde der Wanderpokal in der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen. Die Veredelung durch Sterling-Silber symbolisiert den Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft, jene mit Feingold den um den DFB-Pokal. Beide Trägerseiten der Supercup-Trophäe symbolisieren Arme, die nach einem Chromball mit 19 Zentimetern Durchmesser greifen. Der Versicherungswert des Pokals beträgt 30.000 Euro.

X wie X-Faktor

Die bisherigen 22 Ausgaben des Supercups fanden sieben Mal in einem neutralen Stadion und 15 Mal in der Heimstätte einer der beiden Mannschaften statt. Einen Heimvorteil, also den entscheidenden Faktor X, gab es bislang allerdings nicht zu beobachten: Nur sieben Mal durfte der Supercupsieger im eigenen Stadion den Titel feiern, acht Mal triumphierte das Gastteam.

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Y wie Youngster

Der jüngste je im Supercup eingesetzte Spieler ist seit dem 17. August 2021 der Dortmunder Youssoufa Moukoko. Der BVB-Youngster war am Spieltag gerade einmal 16 Jahre, 8 Monate und 28 Tage alt.

Z wie Zuschauer

Nachdem der Supercup 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ohne Stadionbesucher ausgetragen werden mussten, dürfen diesmal wie bereits im letzten Jahr wieder Fans vor Ort ihre Teams anfeuern und bejubeln (die Red Bull Arena fasst 42.558 Zuschauer).

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