Saisonvorschau VfL Bochum: Auf zum nächsten Wunder tief im Westen

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Ab dem 5. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Clubs im Teamcheck unter die Lupe. Hier: der VfL Bochum. Der Ruhrpott-Club will nach dem souveränen Klassenerhalt in der vergangenen Saison auch diesmal wieder die Experten widerlegen.

Der Kader

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Viel Geld hatten vor dem Start der Saison 2021/22 die Experten nicht auf einen Klassenerhalt des VfL Bochum gesetzt, am Ende vermied der Aufsteiger jedoch souverän die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga. Den Ligaverbleib machten die Mannen von Trainer Thomas Reis bereits vor den letzten Spieltagen mit einem spektakulären 4:3 bei Borussia Dortmund perfekt. Solch überraschende Leistungen wecken allerdings auch Begehrlichkeiten, so dass der Ruhrpott-Club im Sommer einige Leistungsträger ziehen lassen musste. Abwehrchef Maxim Leitsch zog es zum 1. FSV Mainz 05, sein Nebenmann Armel Bella-Kotchap wechselte auf die Insel zum FC Southampton, Milos Pantovic ging ablösefrei zum 1. FC Union Berlin und Sebastian Polter stürmt nun wenige Kilometer entfernt beim FC Schalke 04.

Alle offiziellen Transfers in der Übersicht

Die namhaften Abgänge zu ersetzen war die vornehmliche Aufgabe für die Bochumer in diesem Sommer: Der ukrainische Nationalspieler Ivan Ordets soll im Abwehrzentrum die entstandene Lücke füllen, Jannes Horn (zuvor 1. FC Köln) und Saidy Janko (von Real Valladolid ausgeliehen) auf der defensiven Außenbahn für Stabilität sorgen. Im Mittelfeld holte der VfL mit dem Mainzer Kevin Stöger und dem Stuttgarter Philipp Förster bundesligaerfahrene Qualität, der polnische Nationalspieler Jacek Goralski (FK Kairat Almaty) und Rückkehrer Jordi Osei-Tutu (FC Arsenal) stehen für frische Impulse. Königstransfer dürfte aber Mittelstürmer Philipp Hofmann sein, der ablösefrei aus Karlsruhe kommend in vorderster Front Polter vergessen machen und die notwendigen Tore schießen soll.

Auf ihn kommt es in der kommenden Saison an: Neuzugang Philipp Hofmann – IMAGO/Laci Perenyi/IMAGO/Laci Perenyi

Top-Neuzugang: Philipp Hofmann

Körperlichkeit und Torgefahr: Für diese Attribute steht Philipp Hofmanns Name – besonders in der 2. Bundesliga. Nun will sich der 29 Jahre alte Stoßstürmer eine Spielklasse darüber mit seinen Qualitäten in Erinnerungen bringen. In vorderster Front soll der ehemalige Junioren-Nationalspieler, der mit der Empfehlung von 19 Toren aus 33 Zweitliga-Spielen für den Karlsruher SC 2021/22 in den Ruhrpott wechselt, für die überlebensnotwendigen Treffer sorgen. „Philipp verfügt über enorme physische Voraussetzungen, viel Erfahrung und ist torgefährlich. Er hat auf seinen unterschiedlichen Stationen überall seine Tore erzielt oder vorbereitet. Er ist ein Teamplayer, der aus unserer Sicht die nötigen Fähigkeiten und mentale Robustheit mitbringt, um sich auch in der für ihn neuen Umgebung – und damit meine ich nicht nur den VfL, sondern auch die Bundesliga – durchzusetzen“, skizziert Bochums Sportchef Sebastian Schindzielorz die Erwartungen an den Bochumer Neuzugang.

Schlüsselspieler: Manuel Riemann

Der Star ist die Mannschaft beim VfL Bochum – und doch sticht eine richtige Type bei den Blau-Weißen heraus. Manuel Riemann ist zwischen den Bochumer Pfosten nicht nur der enorm wichtige Rückhalt des Teams, sondern auch dank seiner fußballerischen Qualitäten für das Offensivspiel der Reis-Truppe von elementarer Bedeutung. So bereitete der 33-Jährige, der in der Sommerpause seinen Vertrag an der Castroper Straße vorzeitig bis 2025 verlängerte, in der vergangenen Saison sogar direkt einen Treffer vor. Knüpft Riemann auch 2022/23 an seine starken Leistungen aus den vergangenen Jahren an, dann können die Bochumer auf einen der besten Torhüter der Bundesliga bauen.

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Youngster to watch: Mohammed Tolba

Einen starken Eindruck in der Vorbereitung hinterließ ein Youngster, den viele so nicht auf dem Zettel hatten. Mohammed Tolba (18) konnte sich eindrücklich in den Fokus spielen – der Junioren-Nationalspieler aus der eigenen Jugend ist in der Abwehr flexibel einsetzbar, sieht sich aber bevorzugt in der Innenverteidigung. „Seine Entwicklung ist gut“, lobte VfL-Coach Reis den jungen Defensivspieler zum Abschluss der Vorbereitung. Tolba, der noch ein Jahr A-Jugend spielen kann, soll weiter bei den Profis bleiben, aber in den Nachwuchsteams der Bochumer Spielpraxis sammeln.

So könnten sie spielen

Die Vorbereitung und den personellen Umbau im Kader nutzte Thomas Reis für kleinere taktische Experimente. Das 4-3-3-System, das in der Vorsaison für Erfolg gesorgt hatte, bleibt weiter favorisiert, aber auch eine Doppelspitze und eine Raute im Mittelfeld wurde im Sommer von den Bochumern ausprobiert. Der routinierte Kern um Riemann und Kapitän Anthony Losilla ist dem VfL erhalten geblieben, Fragen ranken sich um die neuformierte Innenverteidigung und den Angriff. Die Eingespieltheit der Blau-Weißen, die 2021/22 zum Klassenerhalt führte, wird dennoch wieder das Markenzeichen der Mannschaft sein – eine Einheit, die mehr Fußball arbeitet als Fußball spielt. So, wie es im Ruhrpott eben sein soll.

Die mögliche Startelf

Riemann – Gamboa, Lampropoulos, Masovic, Horn – Losilla, Stöger – Asano, Zoller, Holtmann – Hofmann

So könnte Bochum am 1. Spieltag auflaufen – DFL

Bisherige Vorbereitung

Stotternd kam der Motor der Bochumer in diesem Sommer in Fahrt, unter anderem spielte der VfL gegen den 1. FC Monheim nur 1:1. Je länger allerdings die Vorbereitung dauerte, desto besser präsentierten sich die Blau-Weißen. „Wir haben das gut gemeistert, auch wenn die ersten Testspiele nicht ganz nach unserer Vorstellung liefen. Aber inzwischen sind wir auf einem sehr guten Level und alle topfit“, betont Neuzugang Stöger. Auf das 1:4 gegen Athletic Bilbao ließ Bochum zum Abschluss der Vorbereitung ein überzeugendes 6:2 gegen Antalyaspor folgen. Der VfL scheint bereit zu sein für die Aufgaben in der anstehenden Saison, auch wenn es wieder einmal „nur“ um den Klassenerhalt gehen dürfte. „Es ist mir relativ egal, wer uns als Abstiegskandidat Nummer 1 sieht, und wer nicht. Das muss uns auch nicht interessieren. Wir werden hart daran arbeiten, auch in diesem Jahr wieder das Wunder Klassenerhalt zu schaffen“, so Sportchef Schindzielorz. Die Brust, sie ist bei den Bochumern nach den vergangenen beiden Jahren breit.

Saisonziel und Prognose

„Wir arbeiten am dritten Wunder nach dem Aufstieg und den Klassenerhalt im vorigen Jahr“ – mit diesen Worten stimmte Thomas Reis das Umfeld auf die nächste umkämpfte Saison ein. Die große individuelle Qualität hat der VfL nicht zur Verfügung, muss nach dem Verlust einiger Leistungsträger im Sommer noch mehr über den Einsatz als Einheit zum Erfolg kommen. Schaffen die Bochumer diesen erneuten Kraftakt und präsentieren sich einmal mehr als unangenehmer Gegner, dann ist für den abermaligen Klassenerhalt kein Wunder notwendig. Auch wenn das zahlreiche Experten vor dem Start in die Saison anders sehen dürften.

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