Saisonvorschau Hertha BSC: Mit Schwarz zu (mehr) Grau!

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Ab dem 5. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Clubs im Teamcheck unter die Lupe. Hier: Hertha BSC. Nach dem Klassenerhalt in der Relegation wollen die Berliner nun mit neuem Coach in sicherere Gefilde.

Der Kader

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Als am 23. Mai gegen 22.30 Uhr der Klassenerhalt für Hertha BSC über den Umweg der Relegation eingetütet war, herrschte bei den Berlinern zunächst einmal Erleichterung. Doch dann reifte schon alsbald die Erkenntnis: So eine Saison wollen wir nicht noch einmal erleben. Dafür, das machten die Verantwortlichen klar, müsse ein Umbruch im Kader her. Mit dem neuen Trainer Sandro Schwarz (zuvor Dynamo Moskau) und einer umgekrempelten Mannschaften will die „Alte Dame“ auf das versöhnliche Ende einer verkorksten Saison nun stabilere Zeiten folgen lassen. Gerade auf der Abgangsseite hat sich bei den Hauptstädtern viel getan, unter anderem verließen Niklas Stark (SV Werder Bremen), Santiago Ascacibar (US Cremonese, Leihe) und Alexander Schwolow (FC Schalke 04, Leihe) den Verein. Auch weitere Spieler hatten bei der Hertha keine Zukunft.

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Mit den Umbauarbeiten am Kader sind die „Spreeathener“ kurz vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal allerdings besonders auf der Zugangsseite noch nicht fertig: Zu den Neuzugängen Ivan Sunjic (Birmingham City), Filip Uremovic (Rubin Kazan), Chidere Ejuke (ZSKA Moskau) und Jonjoe Kenny (FC Everton) sollen sich noch weitere Verstärkungen gesellen, die vor allem die Offensive der Berliner bereichern dürften. Eine wichtige Veränderung auf der Baustelle namens Hertha BSC gab es im Sommer darüber hinaus: Der bisherige Spielführer Dedryck Boyata musste nach zwei Jahren die Binde abgeben, Neu-Coach Schwarz setzt auf Marvin Plattenhardt als neuen Kapitän der „Alten Dame“. Die Ernennung des ehemaligen Nationalspielers ist auch ein Zeichen nach außen: Es ändert sich etwas in der Hauptstadt!

Der Trainer und sein verlängerter Arm: Sandro Schwarz (r.) mit Kevin-Prince Boateng – IMAGO / Matthias Koch

Top-Neuzugang: Ivan Sunjic

Stabilität und Mentalität: Das sind zwei Schlagworte, die rund um Hertha BSC nach dem geschafften Klassenerhalt immer wieder fielen. Einen Profi, der im defensiven Mittelfeld genau für diese Attribute steht, konnten die Berliner mit Sunjic an die Spree holen. Auf Leihbasis kommt der 25 Jahre alte Kroate von Birmingham City aus der zweiten englischen Liga zur „Alten Dame“, die sich darüber hinaus eine Kaufoption für den kampfstarken Abräumer sichern konnte. „Ivan ist ein aggressiver Balleroberer im zentralen defensiven Mittelfeld, der mit seiner Mentalität und seinen Qualitäten perfekt zu unserer Art Fußball spielen zu wollen passt“, betonte Herthas Sportchef Fredi Bobic anlässlich der Verpflichtung Sunjics. Dem 1,85 Meter großen Mittelfeldmann, der 2017 sein einziges Länderspiel für sein Heimatland absolvierte, kommt in der Schaltzentrale die Aufgabe zu, den abgewanderten Ascacibar zu ersetzen. Und dazu für die nötige Stabilität vor der Abwehr zu sorgen.

Schlüsselspieler: Kevin-Prince Boateng

Auch wenn er vermutlich nicht in jedem Spiel in der Startelf stehen wird oder die Partie über 90 Minuten absolvieren wird: Kevin-Prince Boateng ist der Go-to-Guy im Hertha-Spiel, das hat sich schon im erfolgreichen Rückspiel der Relegation beim Hamburger SV gezeigt. Mit seiner Spielübersicht, seiner Ruhe am Ball und seiner Routine ist der mittlerweile 35 Jahre alte Mittelfeldstratege ein unverzichtbares Puzzleteil bei den Berlinern, die er in seiner vermutlich letzten Profisaison zum Klassenerhalt führen möchte. Bleibt der „alte Mann“ bei der „Alten Dame“ fit, dann kann Boateng auch als Einwechselspieler oder für einen überschaubaren Zeitraum die notwendigen Impulse aus der Schaltzentrale setzen.

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Youngster to watch: Derry Scherhant

Im Angriff klemmte es in der vergangenen Saison öfters bei der „Alten Dame“ – die Hertha war trotz Stevan Jovetic, Davie Selke und Co. schlichtweg nicht torgefährlich genug. Auch deshalb schauen die Berliner Fans bei mit hoffnungsvollen Blicken auf Derry Scherhant. Der 19-jährige Youngster überzeugte bei den Hertha-Amateuren in seinem ersten Seniorenjahr mit 24 Scorerpunkten in der Regionalliga Nordost und bewies in der Vorbereitung, dass er den Sprung zu den Profis schaffen kann. Schnell, abschlussstark und rotzfrech: Das sind Attribute, die den gebürtigen Berliner Scherhant zur positiven Überraschung werden lassen könnten.

So könnten sie spielen

Ein stabiles System zu etablieren – das wollte sich Hertha BSC unter Sandro Schwarz in der Vorbereitung hart erarbeiten. Einer der Gewinner durch das neue 4-3-3 ist sicherlich Dodi Lukebakio, der nach seiner Rückkehr vom VfL Wolfsburg nun als Außenstürmer bei den Berlinern reüssieren soll. Vor der neuen Nummer 1 Oliver Christensen dürfte Schwarz in der Abwehr auf gehörig Routine setzen: Neben Neuzugang Kenny auf der Rechtsverteidigerposition stehen mit Plattenhardt, Boyata und Marc-Oliver Kempf gestandene Bundesliga-Profis zur Verfügung. Davor haben die Hauptstädter im Mittelfeld für drei Positionen viel Auswahl: Boateng könnte ebenso als Achter agieren wie Lucas Tousart (am 1. Spieltag gesperrt) und Suat Serdar, Vladimir Darida und Jurgen Ekkelenkamp sind ebenso eine Alternative. In der Offensive ist die „Alte Dame“ dagegen etwas dünner besetzt: Neuzugang Ejuke soll auf dem Flügel für frischen Wind sorgen, im Sturmzentrum Jovetic für die nötigen Erfolgserlebnisse sorgen.

Die mögliche Startelf

Christensen – Kenny, Boyata, Kempf, Plattenhardt – Boateng, Sunjic, Serdar – Lukebakio, Ejuke – Jovetic

So könnte Hertha BSC am 1. Spieltag auflaufen – /

Bisherige Vorbereitung

Nicht allzu rund läuft das Projekt Umbau bei der Hertha bisher. Nach halbwegs lockerem und recht erfolgreichem Aufgalopp im Rahmen des ersten Trainingslagers war die „Alte Dame“ bei einem Trip auf die Insel gefordert, der allerdings nur Siege gegen den englischen Viertligisten Salford City (1:0) sowie die Reserven von West Bromwich Albion (1:0) und FC Watford (4:0) brachte. Gegen Premier-League-Aufsteiger Nottingham Forest (1:3) gab es ebenso nichts zu holen wie gegen Derby County (0:1) und West Bromwich Albion (1:2). Herthas Sportgeschäftsführer Fredi Bobic sagte während der Vorbereitung: „Es ist ein Prozess, der ein bisschen Zeit und vor allem Vertrauen braucht!“ Das zeigte sich in der ersten DFB-Pokalrunde, als die Berliner im Elfmeterschießen an Eintracht Braunschweig scheiterten.

Saisonziel und Prognose

Neuer Trainer, neuer Kader: Heißt das für Hertha BSC auch, dass neue Saison neues Glück bedeutet? Das hängt maßgeblich davon ab, wie schnell es die Berliner schaffen, zu einer Einheit zusammenzuwachsen und Sandro Schwarz‘ Spielidee umzusetzen. Die Fans sollen die Mannschaft auf dem Platz erkennen und sich mit ihr identifizieren können. Das ist das kommunizierte Saisonziel bei der „Alten Dame“, die zuvorderst natürlich den Klassenerhalt anpeilt. Es werde in dieser Entwicklung allerdings auch schwierige Phasen geben, unterstrich Bobic während der Vorbereitung. Gelingt es Hertha BSC, diese Druckmomente (wie das Pokalaus) zu überstehen, dann dürfte es in den Hauptstadt 2022/23 durchaus ruhiger zugehen als zuletzt.

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