„Diese Energie brauchen wir“: Borussia Dortmund erkämpft sich einen Auftakt nach Maß

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Neue Stars auf dem Feld, an der Seitenlinie ein bekanntes Gesicht als Hoffnungsträger: Borussia Dortmunds Saisonstart war nicht nur von den BVB-Fans sehnsüchtig erwarten worden. Und beim 1:0-Heimsieg im Topspiel gegen Bayer 04 Leverkusen wurde der Neustart der Schwarzgelben schon sichtbar: Nicht durch spielerische Finesse, sondern durch leidenschaftlichen Einsatz erkämpfte sich der BVB einen Auftakt nach Maß in diese Bundesliga-Saison.

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„Zu Null gespielt, gewonnen: So kann es weitergehen“, zog Neuzugang Nico Schlotterbeck ein positives Fazit nach einer intensiven Partie, die die Dortmunder auch mit dem notwendigen Glück für sich entscheiden konnten. Marco Reus gab mit einem Abstauber-Tor in der 10. Minute den Startschuss in die neue Saison. Wieder einmal, hatte der BVB-Kapitän doch bereits in der Vorsaison den ersten Treffer der Schwarzgelben (beim 5:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt) erzielen können. Dabei waren die Gastgeber bei der anspruchsvolle Auftaktaufgabe gegen Bayer 04 Leverkusen schwierig in die Gänge gekommen, arbeiteten sich aber spätestens ab dem Führungstor von Minute zu Minute besser in die Partie.

Spielbericht: Borussia Dortmund gewinnt das Topspiel gegen Bayer 04 Leverkusen

Diese Einstellung kam auch beim schwarzgelben Publikum bestens an: Immer wieder brandete Applaus von den Rängen auf, wenn sich die BVB-Stars in die Zweikämpfe warfen. Auch deshalb blieb die Leverkusener Offensivmaschinerie um Patrik Schick und Moussa Diaby, die den Dortmundern in der vergangenen Saison bei der 2:5-Heimniederlage riesige Probleme bereitet hatte, in den ersten 45 Minuten blass. Auch Coach Edin Terzic, der nach einem Jahr Pause seine Rückkehr auf die Trainerbank der Borussia feierte, zeigte sich mit der Leidenschaft seines Teams sichtlich zufrieden: „Das Wichtigste ist, dass wir mit allem, was wir haben, verteidigen. Heute haben wir gezeigt, dass wir das können.“

Dank Gregor Kobel: Die Null steht bei Borussia Dortmund

Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. 52 Gegentore hatte der BVB beispielsweise 2021/22 unter Marco Rose schlucken müssen – viel zu viel für die Ansprüche der Schwarzgelben, die sich auch deshalb im Sommer mit den Nationalspielern Niklas Süle (fehlte gegen Leverkusen verletzt) und Schlotterbeck verstärkten. „Wir brauchen mehr Ernsthaftigkeit in der Torverteidigung“, forderte Terzic vor dem Auftakt in die Saison – und hatte dabei nicht nur die Innenverteidigung im Blick. Nach dem Leverkusen-Spiel dürfte der neue alte Coach der Borussen mit der angestoßenen Entwicklung zufrieden sein. „Manchmal ist es nicht möglich, mehr Tore zu schießen als eins – dann muss man in der Lage sein, die Null zu verteidigen, um die drei Punkte mitzunehmen.“

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Dass das den Dortmundern gelang, hatten sie allerdings auch ihrem Schlussmann zu verdanken. Gregor Kobel hielt dem BVB zu Beginn der zweiten Hälfte während einer Druckphase der „Werkself“ mit einigen Glanztaten die knappe Führung fest, gleich mehrfach war der Schweizer Schlussmann gegen Leverkusens Top-Torjäger Schick zur Stelle. „Ich bin froh, dass wir die ersten drei Punkte geholt haben, dass wir zu Null gespielt haben. Von daher bin ich super happy“, strahlte Kobel nach der Partie – wohlwissend, wie hart erarbeitet dieser Erfolg war. Und wie knapp, denn gleich doppelt rettete ein Abseitspfiff die Schwarzgelben in der zweiten Hälfte vor dem nicht unverdienten Ausgleich der Rheinländer.

Achter Startsieg in Serie: BVB mit Bundesliga-Rekord

Ein wichtiger Faktor beim achten Auftaktsieg in Serie für den BVB (Bundesliga-Rekord!) waren sicherlich einmal mehr die Fans im Signal-Iduna-Park. „Es war eine mega Atmosphäre. Es hat riesig Spaß gemacht, vor unseren Fans zu spielen. Es tut uns gut, diesen Support zu haben und die Leute in unserem Rücken zu wissen. Genau diese Energie brauchen wir“, wusste Kobel die Unterstützung von den Rängen zu schätzen. Auch Neuzugang Schlotterbeck war nach seinem Debüt in seiner neuen Heimat sichtlich begeistert: „Ich habe mich brutal lange auf dieses Spiel vor der Gelben Wand gefreut. Es hat sich so angefühlt, wie ich es mir vorgestellt habe – und es mit einem Sieg abzuschließen, ist umso schöner“, so der Nationalspieler, der im Sommer vom SC Freiburg zu den Schwarzgelben gewechselt war.

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Dafür hatten die Borussen allerdings auf dem Rasen über 90 Minuten auch alles in die Waagschale geworfen. „Der Funke ist auf die Tribüne gesprungen und wieder zurück“, empfand auch Dortmunds Coach Terzic die Wechselwirkung zwischen der Leistung seiner Schützlinge und der Stimmung im Stadion. Dass der BVB in dieser Saison härter und leidenschaftlicher zur Sache gehen will, bewies während der Partie vor allem Nico Schlotterbeck: In einem Zweikampf mit Schick hatte sich der Nationalspieler die Schulter ausgerenkt, doch nach kurzer Behandlung in den Katakomben des Signal-Iduna-Parks war der Innenverteidiger wieder zur Stelle – und brachte gemeinsam mit seinem Team die entscheidende Null über die Zeit.

Gemeinsam mit der „Gelben Wand“ feiern die BVB-Spieler den Auftakterfolg gegen Leverkusen – Lars Baron/Getty Images

Kehl: „Wir wollen den Funken hier wieder haben“

„Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben hart gearbeitet, gekämpft, gekratzt, gebissen. Wenn wir nicht mit der Intensität dagegengehalten hätten, hätten wir nicht gewonnen“, war auch BVB-Sportchef Sebastian Kehl, der einen letztlich trotz der Leverkusener Druckphase verdienten Sieg seiner Mannschaft gesehen hatte. Die erste äußerst schwierige Hürde haben die Borussen in dieser Saison also bereits bewältigt – und dabei auch nach außen gezeigt, dass sie gewillt sind, für den Erfolg auf dem Platz zu leiden. „Wir wollen den Funken hier wieder haben, wir wollen eine besondere Saison spielen“, betonte Kehl nach dem Abpfiff. Der erste Schritt auf diesem Weg ist gemacht – mit Kampf, Konzentration und Kobel.

Thomas Reinscheid

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