Magath über Hertha: „Es gab nur Probleme“

Felix Magath coachte die Hertha zum Klassenerhalt
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Ende gut, alles gut – dieses Fazit trifft zumindest auf den sportlichen Teil von Felix Magaths Rettungsmission bei Hertha BSC zu. Nach zwei aufreibenden Relegationsspielen steht der Verbleib in Liga eins. Magath geht von Bord und macht voraussichtlich Platz für Sandro Schwarz, mit dem die Berliner bereits Einigkeit erzielt haben.

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Aufzuarbeiten hat Schwarz dann laut Magath so einiges. „Es gab kein größtes Problem. Es gab nur Probleme“, blickt der 68-Jährige im Interview mit dem ‚kicker‘ zurück. Anschließend zählt Magath sämtliche Mannschaftsteile auf, in denen es samt und sonders nicht rundlief. „Ich habe gesagt: Das wird meine schwierigste Aufgabe. Aber von außen kannst du nie sehen, wie es intern aussieht. Es ist überraschend, dass man in so einer Stadt den Verein über Jahre nicht in die Spur bekommt“, so Magath.

Keine Hilfe aus dem Verein?

Dies habe vor allem mit dem großen Egoismus zu tun, der in dem Verein vorherrscht. Dazu erzählt Magath eine Anekdote, die deutlich machen soll, dass ein fruchtbares Miteinander bei der Hertha nicht stattfinde: „Ich habe zufällig meinen Vorgänger Tayfun Korkut, als er Berlin verlassen musste, in der Hotel-Tiefgarage getroffen. Da haben wir kurz geredet. Tayfun sagte mir, dass es für ihn schwer war, weil er überhaupt keine Hilfe hatte. Und ich kann nur sagen: Ich hatte in den neun Wochen auch das Gefühl, keine Hilfe zu haben.“

Sein Hinweis, dass es „nur zusammen geht“, sei geflissentlich ignoriert worden. „Diesen Zusammenhalt habe ich 2001 in Stuttgart vorgefunden. Das war eine genauso schwierige Nummer. Aber dort war eine breite Unterstützung von allen da. In Berlin war die Stimmung eher: Paragraf 1 – jeder macht seins“, so Magaths vernichtendes Urteil.

So also wird es eine komplizierte Aufgabe für Schwarz, den schwerreichen, aber lieblos geführten Klub ab Juli in die Spur zu bringen. Magath jedenfalls scheint froh, dass die Aufgabe hinter ihm liegt: „Ich kann nur sagen: Es war schwierig. Vielleicht tue ich dem einen oder anderen Unrecht. Aber als Trainer hatte ich das Gefühl, dass sich um mich herum nicht viel tut. Damit muss man dann auch zurechtkommen.“

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