Leipzig setzt Transfer-Statements: Jetzt ist Tedesco gefragt

Domenico Tedesco (l.) und David Raum
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Der Aderlass im Sommer 2021 war heftig. Mit Julian Nagelsmann, Marcel Sabitzer und Dayot Upamecano verließen der Trainer, Kapitän und Abwehrchef RB Leipzig in Richtung FC Bayern München. Entsprechend holprig verlief der Saisonstart, letztlich mündete die Spielzeit aber doch noch erneut in den Champions League-Rängen sowie im ersten Titel der Vereinsgeschichte – dem DFB-Pokal.

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Zu Beginn der neuen Runde sind die Vorzeichen in Leipzig völlig andere, ein Paradigmenwechsel hat stattgefunden. Nicht nur, dass RB mit David Raum (24/TSG Hoffenheim) schon einen deutschen Nationalspieler gegen starke Konkurrenz gewann – mit Timo Werner (26/FC Chelsea) soll ein weiterer DFB-Kicker kommen. Statement-Transfers nennt man das.

Drei Leistungsträger bleiben

Noch auffälliger ist aber, dass Leipzig – anders als 2021 – die eigenen Leistungsträger hält. Mit Deutschlands Fußballer des Jahres Christopher Nkunku (24) gelang die Vertragsverlängerung. Josko Gvardiol (20) könnte man für horrendes Geld nach England verkaufen, der Verteidiger bleibt jedoch. Und auch gegenüber den Bayern spielt RB diesmal mit den Muskeln.

Konrad Laimer (25) hat es den Münchnern angetan. Bei nur noch einem Jahr Restvertrag beharrt RB jedoch auf saftige 30 Millionen Euro Ablöse. Das führt dazu, dass die Zeichen beim Mittelfeld-Dauerläufer laut der ‚Bild‘ mittlerweile klar auf Verbleib stehen.

Auch Eberl soll kommen

Eine Spitze in Richtung München gab es noch dazu. „Ich hoffe, dass die Bayern auch mal andere Ideen finden und nicht immer unsere Spieler holen“, sagte Oliver Mintzlaff zuletzt beim Haus- & Hofsender ‚Servus TV‘. Dass Leipzig selbst ständig Spieler aus der Red Bull-Filiale in Salzburg holt, vergaß der Vorstandsboss wohl kurzzeitig.

Davon einmal abgesehen: Leipzig hat mit dem DFB-Pokalsieg Blut geleckt und strebt offenkundig weitere Titel an. Dazu passt auch das Interesse an Max Eberl. Der einstige Gladbacher Erfolgsmanager soll neuer Sportchef werden. Auch das wäre ein Statement. Die Gespräche laufen.

Wagt Tedesco mehr Offensive?

Was fehlt RB also noch zum absoluten Meisterkandidaten? Zum einen eine Schwächephase des bayrischen Serienmeisters, gegen den man erst kürzlich beim 3:5 im Supercup die Grenzen aufgezeigt bekam. Und zum anderen etwas mehr Mut bei der Aufstellung.

Trainer Domenico Tedesco stellt auch in Heimspielen gegen schwächere Bundesliga-Teams gerne mal acht bis neun defensiv denkende Spieler auf – obwohl der Kader in der Offensive auch in der Breite bestens besetzt ist und jede Bundesliga-Abwehr vor Probleme stellen kann.

Kommt zum neuen Selbstverständnis auf dem Markt also auch ein neues Selbstverständnis auf dem Platz hinzu, ist mit Leipzig im Titelrennen zu rechnen. Um die Finanzierung des neuen Modells muss man sich dank einiger Verkäufe von Kaderspielern und jede Menge Brausegeld aus Österreich ja ohnehin nicht die größten Sorgen machen.

So spielte RB Leipzig im Supercup

So könnte RB Leipzig offensiver spielen

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