Kommentar zur Pleite gegen Hertha: Der HSV muss aufpassen, dass er nicht zum Zweitliga-Dino wird

Der Schlusspfiff und die bittere Gewissheit, nach der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC weiter in der Zweiten Liga spielen zu müssen, waren erst wenige Minuten alt, als HSV-Trainer Tim Walter den Rasen im Volksparkstadion betrat: Der 46-Jährige verneigte sich vor den applaudierenden und singenden HSV-Fans. "Walter, Walter", skandierte der Hamburger Anhang.Kaum jemand im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion hatte seinen Platz verlassen. Ein Bild mit Symbolcharakter: Es verdeutlicht, dass die Stimmung in Hamburg eine ganz andere ist, als sie es bei den drei verpassten Aufstiegen zuvor gewesen war.

Vorstandschef Oliver Kahn ist es der nächste Baustein, um unsere Mannschaft weiter gezielt z
Vorstandschef Oliver Kahn ist es der nächste Baustein, um unsere Mannschaft weiter gezielt z
Teilen

Diesen Beitrag Teilen

veya linki kopyala

Hertha BSC hat den Totalschaden abgewendet und bleibt in der Bundesliga. Das war nach der katastrophalen Saison mit zwei Trainerentlassungen, dem Theater um Investor Lars Windhorst sowie dem Schlapp-Auftritt im Hinspiel gegen den Hamburger SV nicht erwartbar. Dennoch: Die Berliner sind eine der größten Enttäuschungen der Saison. Geschäftsführer Fredi Bobic, auf dem schon im vergangenen Sommer große Hoffnungen für einen erfolgreichen Neustart ruhten, wird ab sofort viel zu tun haben, den Klub wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bekommen. Noch so eine Saison wird sonst auch Bobic sportlich nicht überleben.

Gezielte Verstärkung der Mannschaft

Für Vorstandschef Oliver Kahn ist es der „nächste Baustein, um unsere Mannschaft weiter gezielt zu verstärken.“ Denn „für die neue Saison haben wir uns wieder große Ziele vorgenommen, und Spieler wie Noussair Mazraoui erweitern unsere Möglichkeiten“, unterstrich der ehemalige Torwart-Titan. Mit ihm wolle man auch in der Champions League wieder angreifen und viele Erfolge feiern.

Auf dem HSV hingegen scheint ein Fluch zu liegen. Nachdem die Hamburger lange als unabsteigbar aus der Bundesliga galten, scheinen sie jetzt unaufsteigbar zu sein. Die Pleite in der Relegation war der vierte Versuch, wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Nach drei vierten Plätzen zog der HSV am Montagabend in der Relegationsentscheidung den Kürzeren. Wenn das so weiter geht, wird aus dem ehemaligen Bundesliga-Dino bald ein Zweitliga-Dino.

Klar ist: Allzu viele Rückkehr-Versuche sollte sich der HSV nicht mehr erlauben. Der Kader gehört zu den teuersten der Liga, dazu ist das Hamburger Umfeld naturgemäß immer extrem unruhig. Allerdings scheint trotz des verpassten Aufstiegs etwas zusammengewachsen zu sein zwischen dem Team von Trainer Tim Walter und den Fans. Die Anhänger feierten trotz der Enttäuschung ihre Mannschaft, weil sie den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern honorieren. Das ist für die kommende Spielzeit eine Basis. In der der HSV nach dem Aufstieg von Werder Bremen und Schalke sowie den Absteigern aus Fürth und Bielefeld trotz allem der Topfavorit für einen der ersten beiden Plätze sein dürfte.

HSV-Trainer Walter: „Ich stehe immer wieder auf“

Die Anerkennung der HSV-Anhänger in der wohl bittersten Stunde dieser Saison, vielleicht der vergangenen vier Jahre, rührte den Trainer. „Ich habe das schon mitbekommen: die Sprechchöre für unsere Mannschaft und unser Team“, sagte der Coach. Momentan empfinde zwar „jeder im Verein nur Leere“, aber: „Ich stehe hinterher immer wieder auf.“

0
k_nstler
Künstler
0
gro_artig
Großartig
0
hmmmm
Hmmmm
0
ich_kann_nicht_sehen
ich kann nicht sehen
0
lustig
lustig
0
er_ist_traurig_
Er ist traurig.
0
vooov
Vooov
0
gib_geduld
Gib Geduld
0
wie_schei_e
Wie Scheiße
Kommentar zur Pleite gegen Hertha: Der HSV muss aufpassen, dass er nicht zum Zweitliga-Dino wird

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert