Modeste zum BVB: Chancen & Risiken als Haller-Backup

Anthony Modeste steht bis 2023 in Köln unter Vertrag
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Auch wenn es nicht komplett überraschend kommt, sorgt der Wechsel von Anthony Modeste zu Borussia Dortmund für Verärgerung im Fanlager des 1. FC Köln. Mit seinen Toren war der Franzose stets Erfolgsgarant für die Geißböcke, nun verlässt der 34-Jährige seinen selbsternannten Herzensklub, um beim BVB Sébastien Haller vorübergehend zu ersetzen.

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Ob Modeste diese wichtige Position im Spiel der Schwarz-Gelben mit Qualität ausfüllt, muss er trotz seiner 83 Bundesligatore erst noch unter Beweis stellen. Beim FC wurde der physisch starke Mittelstürmer oft mit hohen Bällen gesucht, was ihm in die Karten spielte. In Dortmund kann der 16-fache französische Nationalspieler nicht damit rechnen, derart gefüttert zu werden.

Ähnlicher Spielertyp

Dass sich Haller und Modeste bei vielen sportlichen Attribute ähneln, lässt sich nicht abstreiten. Grundsätzlich haben die Offiziellen von der Strobelallee in der abgelaufenen Transferphase auch alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen echten Neuner unter Trainer Erdin Terzic zu integrieren.

Es sollte jedoch nicht in Vergessenheit geraten, dass bei all den Transferplänen der Borussia im Vordergrund stand, Erling Haaland adäquat zu ersetzen. Mit dem Abgang des Norwegers zu Manchester City hat der BVB einen echten Topstürmer mit Torgarantie verloren. Durch seine Wucht und Dynamik erzielte der Sturmtank 62 Bundesligatreffer in 67 Partien – ein herausragender Wert.

Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Besagte Wucht und Dynamik bringt Haller trotz Tempodefizite teilweise auch mit. Nicht umsonst war Haller Teil der sogenannten Büffelherde, die vor einigen Jahren bei Eintracht Frankfurt für Furore sorgte. An der Idee, dass sich Haller oder Modeste nun auch bald mit hohem Tempo an den gegnerischen Verteidigern vorbeitanken, wie es Haaland tat, darf man jedoch begründete Zweifel haben.

Notlösung?

Nicht nur aufgrund seines fortgeschrittenen Alters ist Modeste körperlich über seinen Zenit hinaus. Auch zahlreiche Verletzungen bremsten den Rechtsfuß regelmäßig aus. In den vergangenen zwei Jahren laborierte der Strafraumstürmer an Knie- und Rückenproblemen, fiel dazu länger mit einer Sportlerleiste aus. Auch die Adduktoren machten Modeste in der Vergangenheit bereits zu schaffen.

Ohne die tragische Diagnose bei Haller wäre dieser Wechsel wohl nie zustande gekommen. Mit seiner Erfahrung, seinem Torriecher und der Gefahr, die Modeste im Strafraum für den Gegner ausstrahlt, kann er ein Mehrwert für die junge Dortmunder Mannschaft sein. Am Ende bleibt er jedoch nur eine Notlösung für den BVB – und in Köln hat er die Chance vertan, zur Klublegende zu werden.

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