„Politische Entscheidung“: Paulinho schießt gegen Bayer

Paulinho im Trikot von Bayer Leverkusen
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Das letzte Vertragsjahr von Paulinho bei Bayer Leverkusen scheint zur Seifenoper zu verkommen. Die neueste Episode im Beziehungsdrama zwischen Spieler und Verein trug sich am Wochenende zu. Trainer Gerardo Seoane, der den Brasilianer in dieser Saison meist über 90 Minuten auf der Bank sitzen ließ, berief ihn für das Spiel gegen Hertha BSC (2:2) noch nicht einmal in den Kader. Eine „sportliche Entscheidung“, wie die ‚Bild‘ den Leverkusener Coach zitiert.

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Paulinho scheint das anders zu sehen. Während das Team in Berlin um dringend benötigte Punkte kämpfte, postete der 22-Jährige in der Halbzeitpause des Spiels ein Workout-Video von sich – eine klare Provokation in Richtung Klub.

Doch damit nicht genug. Die ‚Bild‘ griff das Thema auf und veröffentlichte am gestrigen Sonntag einen Artikel mit dem Titel: „In der Pause gegen Hertha: Paulinho provoziert mit Hantel-Video“. Das konnte der junge Brasilianer offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Via Twitter reagierte er auf den Bericht: „Provokation? Ich trainiere seit meiner Ankunft immer 2 Stunden und werde nicht aufhören, mich vorzubereiten.“

Dann unterstellt Paulinho den Leverkusenern, dass seine Ausbootung keine sportliche Ursache hat: „Die POLITISCHE und nicht sportliche Entscheidung, nicht im Spiel zu sein, ist nicht mein Problem. Bayer04 hatte die Wahl, mich gegen wirtschaftliche Rechte einzutauschen, und sie entschieden sich dafür, mich hier zu behalten und mein Gehalt zu zahlen. Ich werde wie immer meine Teamkollegen vorbereiten und unterstützen.“

Brasilien-Rückkehr scheiterte

Der 22-Jährige spricht den abgelaufenen Transfersommer an, in dem er die Werkself eigentlich verlassen sollte. Laut übereinstimmenden Berichten von ‚Bild‘ und ‚kicker‘ wollte Paulinho ein Jahr vor Vertragsende nach Brasilien zurückkehren. Die fällige Ablöse wollten die dortigen Klubs aber nicht zahlen. Paulinho habe daraufhin auf einen ablösefreien Abgang gepocht, was Bayer jedoch ablehnte. Schließlich hatte der Klub 2018 über 18 Millionen Euro für den Offensivspieler gezahlt.

Ein Wechsel nach Brasilien zerschlug sich also, was Paulinho missfiel. In Folge dessen soll er diverse Angebote europäischer Vereine ausgeschlagen haben und sitzt nun offenbar sein letztes Vertragsjahr in Leverkusen ab.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass der 22-Jährige negativ in den sozialen Netzwerken auffällt. Ende August schrieb er in einem Beitrag – wohl in Richtung Klub: „Ich lache wirklich, scheiß auf sie. Ich bleibe am Leben. (eigene Übersetzung, Anm. d. Red.)“ Das „scheiß auf sie“ löschte Paulinho wenig später wieder. Seine aktuellen Nachrichten nicht.

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