„Asi, ey!“: Michael Ballack wütet gegen BVB-Fan

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Für einen kurzen Moment verliert Michael Ballack beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Chelsea die Kontrolle. Als Karim Adeyemi den BVB in Führung schießt, eskaliert die Freude auf den Rängen. Bierbecher fliegen und der Vize-Weltmeister wird nass. Auf DAZN hört man seine Fanbeschimpfung.

Wenn im Dortmunder Westfalenstadion ein wichtiges Tor fällt, geraten die Dinge schnell außer Kontrolle. Die Zuschauer purzeln wild übereinander, reißen sich auf der riesigen Stehplatztribüne ungewollt beinahe zu Boden und die auf den Sitzplätzen schmeißen ihre Arme in die Luft und werfen dabei auch mit Bier um sich. Mal, weil sie so glücklich sind und mal, weil das einfach dazugehört. Egal, aus welchem Grund es passiert, die Zuschauer in den Reihen davor werden mit Bier übergossen.

Unvergessen eine Szene, die sich vor Jahren einmal bei einem Champions League abspielte. Borussia Dortmund hatte das Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid mit 0:3 verloren und war eigentlich schon ausgeschieden. Dann traf Marco Reus gleich zweimal in der ersten Halbzeit und ein Zuschauer im Stadion war außer sich vor Wut. „Ich werde hier noch verrückt“, zürnte er: „Alkoholfreies Bier und Bierdusche geht gar nicht. Niemand braucht die Champions League.“

Nicht nur Ballack ist sauer

Nun sind die Zeiten wieder andere. Das Bier hat wieder Umdrehungen, wie man im Ruhrgebiet sagt, ist nach etlichen Preissteigerungen noch kostbarer geworden, aber eins ändert sich nicht: Bei wichtigen Toren fliegt es durch das Stadion und übergießt die Leute drumherum. Nicht unbedingt zur Freude aller. Zu hören war das für die TV-Zuschauer beim 1:0 des BVB gegen Chelsea. Nach Karim Adeyemis Wunderlauf eskalierte die Freude auch auf den guten Plätzen oberhalb der Dortmunder Medientribüne.

„Ich kann Euch sagen, wir haben hier die Bierdusche bekommen. Aber hey, nehmen wir mit“, erklärte der Kommentator auf DAZN. Und dann plötzlich fiel ihm Michael Ballack beinahe ins Wort. Der Vize-Weltmeister von 2002 arbeitet seit dieser Spielzeit als Experte für die Streaming-Plattform und wurde nass. „Asi, ey“, schimpfte der 46-Jährige. Seine nächste Bemerkung, zu der er offenbar ansetzte, war nicht mehr zu hören. Die Fans bejubelten den Treffer derart laut, dass alles andere unterging.

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Ballack war dabei durchaus in guter Gesellschaft. Der offizielle Twitter-Account des FC Chelsea vermeldete den Dortmunder Treffer auch mit Verspätung. „Entschuldigung dafür, der Admin hat von oben ein Bier abbekommen“, hieß es dort in einer Nachricht an die 24 Millionen Follower des englischen Traditionsklubs. Auch ein Reporter des „Daily Telegraph“ reihte sich in die Reihe der Verärgerten ein. „Wenn es jemals eine Bestätigung dafür gab, in England kein Bier mit auf die Tribüne zu nehmen“, schrieb Matt Law, „dann war es hier in Dortmund. So viele Bierbecher fliegen hier nach dem Tor durch die Gegend. Absoluter Schwachsinn.“

Da es dann beim 1:0 blieb, flogen auch keine Bierbecher mehr. Ballack konnte das Spiel zu Ende kommentieren, Chelsea die Niederlage auf Twitter verkünden und Matt Law seine Analyse in die Tasten hauen.

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