Mit vielen Fragezeichen ins „feindliche Territorium“

Durch die Mitte. Maodo Lo steht mit Alba gegen Bamberg (li. Kenneth Ogbe, re. Marinas Geben) kurz vor dem Einzug ins Halbfinale.
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Im Basketball können sich Dinge schnell ändern und das gilt nicht nur für den Spielverlauf. Vor einer Woche ärgerte sich Alba Berlins Trainer Israel Gonzalez noch etwas darüber, dass in der Viertelfinalserie gegen Bamberg zwischen den Spielen zwei und drei eine Pause von drei Tagen liegt. Seine Mannschaft sei daran gewöhnt, in kurzem Rhythmus zu spielen und könne damit besser umgehen als viele Konkurrenten, sagte der Spanier. Nun, vor dem dritten Spiel der Best-of-Five-Serie am Donnerstag (19 Uhr, Magentasport und Sport1) in Bamberg, hätte Gonzalez am liebsten noch ein paar Tage mehr Pause. „Wir müssen so gesund wie möglich nach Bamberg fahren, aber es gibt wirklich viele Fragezeichen“, sagte der Berliner Trainer.

Alba hat die beiden Heimspiele gegen den einstigen Serienmeister klar gewonnen und führt mit 2:0. Doch schon beim letzten Duell am Sonntag mussten die Berliner mit einigen Problemen klarkommen. Mit Marcus Eriksson, Ben Lammers und Luke Sikma fehlten drei Spieler gesundheitsbedingt. Tim Schneider stand nach seiner Meniskus-OP zwar erstmals wieder im Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz.

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Der schwedische Dreierspezialist Eriksson fehlt schon seit dreieinhalb Monaten, intensiviert das Training aber immer mehr. Bei Marcus sehen wir Licht am Ende des Tunnels, sagte Gonzalez, ob es in dieser Saison noch zum Comeback reicht, ist aber weiter unsicher. Bei Lammers sieht es deutlich besser aus. Der Center hat die ersten beiden Spiele gegen Bamberg aufgrund einer leichten Muskelverletzung verpasst und bekam von den Ärzten zehn Tage Pause verordnet. Das wird eng, sagte Gonzalez zu den Einsatzchancen am Donnerstag.

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Sikma und Louis Olinde haben sich hingegen einen Infekt eingefangen. Während Olinde am Sonntag dennoch spielen konnte, fehlte der Kapitän und fühlte sich am Dienstag immer noch nicht allzu gut. Auch Johannes Thiemann trainierte nicht voll mit der Mannschaft. Das Knie zwickt ein bisschen, sagte der Nationalspieler. Insgesamt sind damit sechs von 14 Profis entweder verletzt, angeschlagen oder gerade erst wieder genesen. Es gibt bessere Ausgangslagen vor einem Play-off-Spiel.

Dennoch fährt Alba mit viel Selbstvertrauen nach Franken. Die letzten 13 Spiele haben die Berliner gewonnen und hält die Serie auch am Donnerstag, wäre der Sprung ins Halbfinale perfekt. Damit würde sich die Mannschaft einen längeren Aufenthalt in Bamberg bis zum möglichen Spiel vier am Sonntag ersparen.

Gonzalez legt jedoch gar nicht so viel wert darauf, die Serie schnell zu entscheiden. Wir sollten uns nicht zu sehr unter Druck setzen“, fordert der Trainer. „Ob wir 3:0, 3:1 oder 3:2 gewinnen wichtig ist, dass wir weiterkommen.“ Zumal es durchaus sein kann, dass seine Mannschaft nach einer schnellen Viertelfinalserie lange auf den nächsten Gegner warten muss. Denn zwischen Ulm und Ludwigsburg sind die Rollen bei Weitem nicht so klar verteilt wie zwischen Alba und Bamberg. „Wenn man dann vielleicht zehn Tage frei hat, weiß man nie, ob das nicht sogar schlecht für das Team ist.

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Die bisherigen zwei Spiele gegen Bamberg waren sehr unterschiedlich, auch wenn der Ausgang ähnlich war. Im ersten Duell liefen offensive Bamberger Alba ins offene Messer, am Sonntag verteidigten sie deutlich intensiver und teilweise sehr hart. Trainer Gonzalez und sein Spieler Oscar da Silva gehen nicht davon aus, dass sich an dieser aggressiven Gangart etwas ändern wird. Sie werden alles tun, um nicht mit 0:3 aus den Play-offs zu fliegen, sagte der Center.

Vor gegnerischem Publikum wird die Aufgabe sicher nicht einfacher. Wenn man in Bamberg spielt, kann es schon mal sein, dass die Schiedsrichter mehr Härte zulassen, sagte da Silva. Das ist feindliches Territorium und da kann es schnell mal gegen einen laufen.

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