Iga Swiatek ist ihren Konkurrentinnen weit enteilt

In Rom fegte Iga Swiatek (l.) im Finale mit 6:2 und 6:2 über Ons Jabeur hinweg.
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In den vergangenen Jahren war die Frauenkonkurrenz bei den French Open eine Wundertüte. Seit 2014 gab es bei acht Austragungen acht verschiedene Siegerinnen. Im vergangenen Jahr siegte überraschend die ungesetzte Tschechin Barbora Krejcikova – und das nicht nur im Einzel, sondern auch noch im Doppel. Doch die 26-Jährige hat seit Februar verletzungsbedingt kein Tennisturnier mehr bestritten und zählt nicht unbedingt zu den Favoritinnen, auch wenn sie selbst meint: „Ich kann auch diesmal wieder sehr gefährlich werden und weit kommen.“

Geht es nach den Leistungen der vergangenen Wochen, ist ohnehin maximal Platz zwei bei diesen French Open für Krejcikova und 126 andere Spielerinnen möglich. Denn diesmal gibt es eine Nummer eins, die der Konkurrenz so weit enteilt scheint, wie zuletzt Serena Williams und davor in Paris vielleicht nur Justin Henin in den nuller und Steffi Graf oder Monica Seles in den 1990er Jahren.

Die Rede ist von Iga Swiatek, ihr Titelgewinn scheint beinahe ausgemacht. Die Polin hat zuletzt 28 Matches und fünf Turniere in Folge gewonnen. Dazu weiß sie auch, wie es sich anfühlt in Paris zu triumphieren – 2020 war sie noch die große Sensationssiegerin. Diesmal suchen selbst die vermeintlich härtesten Konkurrenten vergeblich nach möglichen Schwachstellen im Spiel der noch nicht einmal 21 Jahre alten Weltranglistenersten.

Als die zuletzt starke Tunesierin Ons Jabeur von Journalisten am Freitag dazu befragt wurde, wie man Swiatek beikommen könne, gab die die Frage einfach weiter – an Swiatek, die zuvor im Interviewraum ihre Wasserflasche vergessen hatte und nun holen wollte. „Sie haben mich gerade gefragt, wie Du zu schlagen bist“, sagte Jabeur zu ihrer Kollegin und bat sie: „Kannst Du ihnen bitte antworten? Ich habe bisher keine Lösung gefunden, auch der Stoppball hat nicht funktioniert.“

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Im Finale von Rom fegte Swiatek zuletzt mit 6:2 und 6:2 über Jabeur hinweg, auch zuvor beim Sieg in Stuttgart wurde sie nur einmal wirklich gefordert. Kann sich die neue polnische Volksheldin also nur selbst im Weg stehen? „Ich habe wirklich positive Gedanken“, sagte sie auf ihre Favoritenrolle angesprochen, um dann zuzugeben: „Ehrlich gesagt, gab es schon ein paar Momente bei den Turnieren zuletzt, wo mich das ein bisschen gestresst hat. Aber ich habe das gemeistert und schaffe es wirklich, mich voll auf Tennis zu fokussieren.“

In der ersten Runde trifft sie auf die ukrainische Qualifikantin Lesia Tsureno, in Runde drei wartet möglicherweise in Ludmilla Samsonowa aus Russland die einzige Spielerin, die ihr in den vergangenen 21 Matches einen Satz abnehmen konnte. Auch die früheren Siegerinnen Simona Halep und Julia Ostapenko aus Lettland sind Gegnerinnen auf dem Weg ins Finale. Ob sie aber wirklich zu Stolpersteinen werden können?

Iga Swiatek hätte da selbst eine – nicht ganz legale – Idee: „Du könntest mir ja was ins Wasser tun“, scherzte sie mit Ons Jabeur, als sie ihre Flasche bei der Pressekonferenz wieder an sich nahm. Jabeur sah danach kurz so aus, als würde sie ernsthaft darüber nachdenken. Mit den Stopps hatte es ja schließlich nicht geklappt.

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