Die Holzklasse ist Johannes Vetter zu wenig

Mit der Business Class wird sich Wang Sicong sicher nicht zufriedengeben. Es muss schon die First Class sein. Der 34-Jährige wird gemeinhin als „Chinas vermögendster Sohn“ bezeichnet. Wang Sicong hat kein Problem damit, gerne zeigt er auf sozialen Kanälen seinen Reichtum. Er schmeißt sündhaft teure Partys, sieht Frauen als Objekte und führt das Leben eines Menschen, der zu viel Geld hat und das andere auch nur zu gern wissen lässt.

Tritt lieber fit und frisch in Offenburg an: Johannes Vetter.
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Mit der Business Class wird sich Wang Sicong sicher nicht zufriedengeben. Es muss schon die First Class sein. Der 34-Jährige wird gemeinhin als „Chinas vermögendster Sohn“ bezeichnet. Wang Sicong hat kein Problem damit, gerne zeigt er auf sozialen Kanälen seinen Reichtum. Er schmeißt sündhaft teure Partys, sieht Frauen als Objekte und führt das Leben eines Menschen, der zu viel Geld hat und das andere auch nur zu gern wissen lässt.

Wang Sicong ist der einzige Sohn von Wang Jianlin, dem Gründer und CEO des Immobilien- und Unterhaltungskonzerns Wanda Group. Der Konzern beschäftigt knapp 160 000 Mitarbeiter:innen. Wang Sicong hat einen Direktorenposten inne.

Ein Leben, wie es Wang Sicong führt, will und kann sich der deutsche Speerwerfer Johannes Vetter wohl beim besten Willen nicht vorstellen. Trotzdem hätte er mit Blick auf die am Freitag in Doha beginnenden Leichtathletikserie Diamond League zumindest ein Mindestmaß an Luxus gehabt, zum Beispiel einen Flug in der Business Class.

„Mein Rückflug wäre Samstagnacht um 1:30 Uhr gegangen. Dann in der Economy Class zu sitzen, kaum ein Auge zuzubekommen, wäre für den Wettkampf in Offenburg am Tag danach ziemlich kontraproduktiv gewesen“, sagte er „Sport1“. Die Konsequenz: Der zuletzt mit Abstand beste Speerwerfer wird in Doha nicht antreten.

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Was das mit Wang Sicong zu tun hat? Die von seinem Vater gegründete und geführte Wanda Group, die ihn pampert, ist der Hauptsponsor der Diamond League. Und vielleicht ist das Ticket in der Holzklasse schon ein Indiz dafür, wie es um den Sponsor steht – nicht gut.

Die Wanda Group unter der Leitung des ehrgeizigen Wang Jianlin wuchs atemberaubend schnell. Offenbar zu schnell. In den vergangenen Jahren nahmen die Schulden des Konzerns dramatisch zu. Die Wanda Group ist derzeit hauptsächlich damit beschäftigt, sich zu verschlanken. Erst jüngst veräußerte sie Tourismusprojekte für umgerechnet rund sechs Milliarden Euro, weitere Verkäufe könnten bald folgen.

Unglückliches Timing beim Sponsoring

Dabei lief es bis vor wenigen Jahren für die Wanda Group – im besten Wortsinne – wie geschmiert. Wang Jianlin unterhielt enge Beziehungen zu Chinas Elitezirkeln in der Politik. Nur durch Kontakte konnte er Land pachten, um zu einem Immobilienmogul aufzusteigen. Es soll mehreren Berichten zufolge Geld geflossen sein. Bewiesen ist freilich nichts. Im Laufe der Zeit aber distanzierte sich Chinas Führung immer mehr von Wang Jianlin und seinen zwielichtigen und riskanten Geschäften.

Um der Gefahr vorzubeugen, beim Platzen der Immobilienblase in China bankrottzugehen, engagierte sich Wang Jianlin auf anderen Geschäftsfeldern. Er investierte in die Unterhaltung und deshalb auch in den Sport. Wang Jianlin kaufte unter anderem Anteile an Atlético Madrid, wurde offizieller Partner des Fußballweltverbandes Fifa und ist seit 2020 Hauptsponsor der Leichtathletikserie Diamond League.

Allerdings hätte das Investment in die olympische Kernsportart vom Timing her kaum unglücklicher sein können: Zum zweiten Mal in Folge findet die Diamond League wegen der Coronavirus-Pandemie nicht in den chinesischen Städten Shanghai und Shenzhen statt, wie vor wenigen Tagen bekannt gegeben wurde. Somit entfällt für die Wanda Group der Hauptgrund für das Sponsoring, das eine Laufzeit von zehn Jahren haben soll.

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