Alba Berlin schärft nach dem Rekordsieg die Sinne

Erste Hürde genommen. Jonas Mattisseck und Alba haben das Auftaktspiel gegen Bamberg klar gewonnen.
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Zwölf Punkte, 32 Punkte, 25 Punkte die drei bisherigen Spiele zwischen Alba Berlin und Bamberg in dieser Saison geben nicht gerade Anlass dazu, an eine Überraschung in der ersten Runde der Play-offs zu glauben. Wie in der Hauptrunde dominierte der Titelverteidiger auch das erste Viertelfinale gegen die Franken am Freitag nach Belieben. 114:89 hieß es am Ende in einem extrem unterhaltsamen Schlagabtausch. Dennoch warnen die Berliner vor dem zweiten Duell am Sonntag (18 Uhr, Max-Schmeling-Halle, live auf Magentasport und Sport1) davor, den Gegner zu unterschätzen.

„Sie liegen 0:1 zurück und wir sind der Hauptrundenerste, deshalb haben sie keinerlei Druck. Das ist eine gefährliche Situation“, sagt Kapitän Luke Sikma. Auch sein Stellvertreter Jonas Mattisseck geht davon aus, dass die Bamberger eine Reaktion zeigen werden. „Das Gute an den Play-offs ist aus ihrer Sicht, dass jedes Spiel neu ist“, sagt Mattisseck. „Wir gehen ja nicht mit +25 ins nächste Spiel.“

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Es war ein sehr untypisches Play-off-Spiel, das sich beide Mannschaften zum Auftakt lieferten. Normalerweise wird das Geschehen in der entscheidenden Phase der Saison härter, die Verteidigungen aufmerksamer, das Tempo etwas langsamer. Am Freitag war das Gegenteil der Fall. Bamberg ließ sich auf einen offenen Schlagabtausch ein, beide Teams agierten mit einer absurden Geschwindigkeit – und solch ein Spiel kannst du gegen Alba im Normalfall nicht gewinnen. Das zeigte sich auch im ersten Viertelfinale.

Noch nie hatte Alba in den Play-offs so viele Punkte erzielt

Nach ausgeglichenem Start brillierte Alba mit Kreativität, Treffsicherheit und Tempo. Noch nie zuvor in ihrer mehr als 30-jährigen Vereinsgeschichte erzielten die Berliner in einem Play-off-Spiel mehr Punkte. „Dass es heute von beiden Seiten so viel Punkte gab, lag nicht an schlechter Defense, sondern daran, dass das auf beiden Seiten bis zum Schluss so hoch war“, sagte Albas Trainer Israel Gonzalez, der mit der Leistung seiner Mannschaft beim zwölften Sieg in Folge zufrieden war.

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Das sah bei seinem Bamberger Kollegen ganz anders aus. „Wir haben selber fast 90 Punkte erzielt und das gegen eines der besten Defense-Teams Europas. Aber wir hatten nicht die richtige mentale Einstellung. Da waren wir nicht auf dem Level wie Alba“, sagte Bambergs Trainer Oren Amiel. Im zweiten Duell wird er seiner Mannschaft sicherlich einen größeren Fokus auf die Defensive und wahrscheinlich auch etwas weniger Risiko nahelegen.

Die Berliner haben nicht sonderlich viel Anlass für Veränderungen und wollen sich mit dem Selbstvertrauen der starken letzten Wochen einen schnellen Matchball erspielen. Mit einem Heimerfolg am Sonntag hätte Alba schon am Donnerstag in Bamberg die Chance, den entscheidenden dritten Sieg in der „Best-of-Five“-Serie zu holen. Einen Ansatz für Verbesserungen hat Kapitän Sikma dennoch: „Wir müssen defensiv etwas besser werden.“

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